Die Pfaff Coverlock 4.0 ist eine Kombimaschine, die sowohl als Overlock als auch für den Coverstich eingesetzt wird. Diese Doppelfunktion bedeutet mehr bewegliche Teile, mehr Fadenwege und damit auch einen etwas höheren Wartungsbedarf als bei einer reinen Overlock. Wer die Maschine regelmäßig reinigt und die Einstellungen versteht, bekommt gleichmäßige Nähte und beugt Störungen vor.
Inhalt
- Regelmäßige Reinigung und Ölung
- Coverstich sauber einstellen
- Umbau zwischen Overlock und Coverstich
- Häufige Fragen
Regelmäßige Reinigung und Ölung
Beim Nähen entstehen große Mengen Faserstaub, der sich rund um die Greifer und unter der Stichplatte ansammelt. Nach jedem größeren Projekt sollte die Stichplatte abgenommen und der Bereich mit einem Pinsel gereinigt werden. Druckluft aus der Dose ist mit Vorsicht zu verwenden, da sie Staub tiefer in die Mechanik blasen kann; ein Pinsel und eine weiche Bürste sind meist die bessere Wahl.
Ob und wo geölt werden darf, steht in der Bedienungsanleitung des jeweiligen Modells. Wird Ölung empfohlen, kommt ausschließlich harzfreies Nähmaschinenöl an die dafür markierten Punkte, und zwar sparsam. Messer, Greifer und Bürsten zählen zu den Teilen, die mit der Zeit ersetzt werden; solche die passenden Verschleißteile lassen sich anhand der Modellbezeichnung gezielt heraussuchen.
Coverstich sauber einstellen
Der Coverstich bildet auf der Oberseite zwei oder drei parallele Nähte und auf der Unterseite einen Greiferfaden, der die Fäden verbindet. Für ein flaches Stichbild müssen die Nadelfäden und der Greiferfaden im richtigen Verhältnis stehen. Zieht sich die Naht zusammen oder wirft Wellen, ist meist die Fadenspannung zu straff.
Beim Einstellen empfiehlt es sich, mit den Werkseinstellungen zu starten und dann in kleinen Schritten zu verändern. Ein Probestück aus dem gleichen Material zeigt, ob der Greiferfaden auf der Unterseite locker genug liegt, ohne Schlaufen zu bilden. Wichtig ist außerdem die richtige Einfädelreihenfolge: Erst der Greifer, dann die Nadeln, sonst reißt der Faden gleich zu Beginn.
Umbau zwischen Overlock und Coverstich
Der Wechsel zwischen beiden Betriebsarten erfordert das Umstellen von Nadeln, das Ein- oder Ausschalten des Messers und eine andere Einfädelung. Es lohnt sich, die einzelnen Schritte anhand der Anleitung einzuüben, bis der Umbau routiniert von der Hand geht.
Ein häufiges Problem nach dem Umbau sind ausgelassene Stiche. Ursache ist oft eine falsch eingesetzte oder stumpfe Nadel. Nadeln gehören zu den Verschleißteilen, die man regelmäßig tauschen sollte, besonders nach dem Nähen dichter oder klebriger Materialien.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich die Coverlock reinigen?
Nach jedem größeren Projekt lohnt sich ein Blick unter die Stichplatte. Bei starkem Faserflug, etwa bei Frottee oder Fleece, auch zwischendurch.
Muss ich die Maschine ölen?
Das hängt vom Modell ab. Ob und an welchen Punkten geölt wird, steht in der Bedienungsanleitung. Wenn, dann nur harzfreies Nähmaschinenöl sparsam einsetzen.
Warum zieht sich mein Coverstich zusammen?
Meist ist die Fadenspannung zu hoch. Reduzieren Sie die Spannung schrittweise und testen Sie an einem Reststück, bis die Naht flach liegt.