Kurz gesagt: Übersprungene Stiche entstehen, wenn der Greifer die Fadenschlaufe der Nadel nicht erfasst. Die häufigsten Ursachen sind eine stumpfe oder falsche Nadel, eine fehlerhafte Einfädelung und die falsche Nadel-Stoff-Kombination. Die Suche folgt einer festen Reihenfolge.
Nadel zuerst
Eine stumpfe, verbogene oder zum Stoff unpassende Nadel ist die mit Abstand häufigste Ursache. Setzen Sie eine neue Nadel passender Stärke und Spitzenform ein – bei Jersey eine Rundspitze, bei Webware eine Standardspitze. Achten Sie auf den korrekten Sitz bis zum Anschlag.
Einfädelung und Spannung
Ein falsch eingefädelter Ober- oder Unterfaden stört die Schlaufenbildung. Fädeln Sie bei angehobenem Nähfuß komplett neu ein und prüfen Sie, ob der Faden sauber in der Spannungseinheit liegt. Auch eine falsch eingelegte Spule kann Stiche auslassen.
Timing und Stichplatte
Bleiben Stiche trotz neuer Nadel und sauberer Einfädelung aus, kann der Abstand zwischen Greifer und Nadel nicht mehr stimmen. Eine ausgeschlagene Stichplatte mit vergrößertem Stichloch begünstigt das Problem zusätzlich, weil dünner Stoff nach unten gezogen wird. Hartnäckige Timing-Fehler gehören in fachkundige Hände.
Häufige Fragen
Was ist die häufigste Ursache für ausgelassene Stiche?
Eine stumpfe, verbogene oder zum Stoff unpassende Nadel. Ein Nadelwechsel löst das Problem in den meisten Fällen.
Können Stiche durch falsche Nadeln bei Jersey ausgelassen werden?
Ja. Eine Standardspitze durchsticht die Maschen und stört die Schlaufenbildung. Eine Jerseynadel mit Rundspitze hilft.
Wann ist das Greifer-Timing schuld?
Wenn neue Nadel, korrekte Einfädelung und passender Stoff das Problem nicht beheben. Das Einstellen des Timings ist Fachsache.