Knopf annähen mit der Maschine: schnell und haltbar

Knopf annähen mit der Maschine: schnell und haltbar

Knöpfe von Hand anzunähen ist zwar möglich, mit der Nähmaschine geht es jedoch deutlich schneller und die Fäden liegen gleichmäßiger. Voraussetzung ist ein Zickzackstich, ein abgesenkter Transporteur und etwas Vorbereitung. Diese Anleitung zeigt, wie ein Knopf haltbar sitzt und warum die sogenannte Halsbildung bei dickeren Stoffen so wichtig ist.

Inhalt

Vorbereitung der Maschine

Zunächst wird der Transporteur abgesenkt, damit der Stoff beim Nähen nicht transportiert wird und der Knopf an seiner Stelle bleibt. Bei vielen Maschinen geschieht das über einen Schalter oder Hebel an der Rückseite oder im Freiarmbereich. Anschließend wird der Nähfuß gewechselt: Ein spezieller Knopfannähfuß hält den Knopf sicher, während die Nadel durch die Löcher sticht. Alternativ eignet sich ein durchsichtiger Zickzackfuß.

Der Stich wird auf Zickzack gestellt, und die Stichlänge spielt keine Rolle, da nicht transportiert wird. Entscheidend ist die Stichbreite: Sie muss so eingestellt werden, dass die Nadel genau in das linke und rechte Knopfloch trifft. Diese Breite prüft man immer zuerst per Hand, indem man das Handrad langsam dreht und beobachtet, ob die Nadel frei durch beide Löcher geht, ohne den Knopf zu treffen.

Knopf annähen Schritt für Schritt

Der Knopf wird an der markierten Stelle platziert und der Nähfuß abgesenkt, sodass er den Knopf festhält. Nun dreht man das Handrad zunächst von Hand, um sicherzugehen, dass die Nadel sauber in beide Löcher trifft. Erst dann näht man mit niedriger Geschwindigkeit etwa sechs bis acht Zickzackstiche. Zum Abschluss stellt man die Stichbreite auf null und setzt einige Stiche in nur ein Loch, um die Fäden zu vernähen.

Bei Knöpfen mit vier Löchern näht man zuerst das eine Lochpaar und verschiebt den Knopf anschließend, um das zweite Paar zu befestigen. Wer den passenden Knopfannähfuß oder einen Zickzackfuß für sein Modell sucht, findet passendes Zubehör über den Ersatzteilfinder. Die Fadenenden werden am Ende auf die Stoffrückseite gezogen und dort verknotet, damit sich der Knopf nicht wieder löst.

Halsbildung für dicke Stoffe

Sitzt der Knopf direkt auf dem Stoff auf, lässt er sich bei dicken Materialien wie Mänteln oder Jacken kaum schließen. Deshalb bildet man einen sogenannten Hals: einen kleinen Abstand zwischen Knopf und Stoff, der Raum für die Stofflage des Gegenstücks schafft. Dazu legt man vor dem Nähen eine Nadel, einen Zahnstocher oder ein Streichholz quer über den Knopf und näht über dieses Hilfsmittel hinweg.

Nach dem Annähen wird das Hilfsmittel entfernt, sodass die Fäden etwas lockerer sitzen. Nun zieht man den Knopf nach oben und wickelt den verbliebenen Faden mehrfach um die entstandenen Fadenbrücken. Dieser Wickelhals stabilisiert die Verbindung und sorgt dafür, dass der Knopf auch bei dicken Stoffen sauber schließt und nicht am Stoff scheuert.

Häufige Fragen

Muss der Transporteur zwingend abgesenkt werden?

Ja, sonst versucht die Maschine, den Stoff zu transportieren, und der Knopf verrutscht während des Nähens.

Welche Stichbreite ist die richtige?

Sie richtet sich nach dem Lochabstand des Knopfes und wird immer zuerst per Hand am Handrad geprüft, bevor man näht.

Wozu dient die Halsbildung?

Sie schafft Abstand zwischen Knopf und Stoff, damit sich der Knopf bei dicken Materialien leicht durch das Knopfloch führen lässt.