Die Janome Mylock 734D ist eine mechanische Overlock, die im regelmäßigen Einsatz zuverlässig arbeitet, sofern sie gepflegt wird. Da beim Overlocken viel Faserstaub entsteht und mehrere bewegliche Teile im Zusammenspiel arbeiten, profitiert die Maschine von einer festen Wartungsroutine. Diese umfasst das Reinigen des Greiferraums, das gezielte Ölen sowie die Kontrolle von Messer und Nadeln. Der Beitrag beschreibt die einzelnen Schritte in sinnvoller Reihenfolge.
Inhalt
- Reinigung Schritt für Schritt
- Ölen der beweglichen Teile
- Messer und Nadeln kontrollieren
- Häufige Fragen
Reinigung Schritt für Schritt
Vor der Wartung wird die Maschine ausgeschaltet und der Netzstecker gezogen. Anschließend werden Fäden und Nadeln entnommen und die vordere Klappe geöffnet, um den Greiferbereich freizulegen. Mit einem weichen Pinsel wird der Faserstaub gelöst, der sich um Greifer, Messer und entlang der Fadenwege ansammelt.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Spannungsscheiben, da sich dort festsitzende Flusen unmittelbar auf das Nahtbild auswirken. Der gelöste Staub wird von oben nach unten ausgepinselt und entfernt. Auf Druckluft aus der Dose sollte verzichtet werden, weil sie Staub tiefer in die Mechanik treiben kann.
Ölen der beweglichen Teile
Nach der Reinigung folgt das Ölen. Die Mylock 734D besitzt bewegliche Teile, die gelegentlich einen Tropfen harzfreies Nähmaschinenöl vertragen. Die genauen Ölpunkte sind in der Bedienungsanleitung markiert. Wichtig ist ein sparsamer Umgang, da überschüssiges Öl Staub bindet und über die Nadel auf den Stoff gelangen kann.
Nach dem Ölen empfiehlt sich eine kurze Probenaht auf einem Reststoff, damit überschüssiges Öl abgefangen wird, bevor am eigentlichen Projekt genäht wird. Wer die Maschine über längere Zeit nicht nutzt, sollte sie vor dem Einlagern reinigen und danach vor dem nächsten Einsatz erneut prüfen. Da Messer und Nadeln zu den Teilen zählen, die sich abnutzen, hilft ein Blick auf die passenden Verschleißteile, um rechtzeitig für Ersatz zu sorgen.
Messer und Nadeln kontrollieren
Das obere Messer trennt die überstehende Nahtzugabe ab und stumpft je nach Materialmenge mit der Zeit ab. Wird die Kante nicht mehr sauber geschnitten, sondern ausgefranst oder mit Fäden gezogen, ist ein Austausch angebracht. Beim Wechsel ist die in der Anleitung beschriebene Position genau einzuhalten, damit die Messer richtig zusammenarbeiten.
Nadeln gehören zu den regelmäßig zu erneuernden Teilen. Eine stumpfe oder verbogene Nadel verursacht Fehlstiche und kann Materialschäden hervorrufen. Es sollten die für das Modell vorgesehenen Nadelsysteme verwendet werden, in einer zum Stoff passenden Stärke. Beim Nadelwechsel ist auf die richtige Ausrichtung und den festen Sitz zu achten.
Häufige Fragen
In welcher Reihenfolge sollte ich warten?
Sinnvoll ist: reinigen, dann ölen, dann Messer und Nadeln prüfen. So werden gelöste Flusen entfernt, bevor geölt wird, und der Zustand der Schneid- und Stichteile abschließend kontrolliert.
Wie erkenne ich, dass die Nadel gewechselt werden muss?
Fehlstiche, ein raues Nähgeräusch oder Löcher im Stoff deuten auf eine stumpfe oder verbogene Nadel hin. Im Zweifel lohnt sich ein Wechsel, da Nadeln Verschleißteile sind.
Kann ich die Maschine selbst ölen?
Ja, an den in der Anleitung markierten Ölpunkten mit harzfreiem Nähmaschinenöl und sparsam dosiert. Für tiefer liegende Mechanik ist gegebenenfalls eine Fachwerkstatt sinnvoll.