Bernina 1300DC im Porträt: die Coverlock-Overlock-Kombi

Bernina 1300DC im Porträt: die Coverlock-Overlock-Kombi

Kombi-Maschinen, die Overlock- und Coverstich-Funktion in einem Gehäuse zusammenführen, sind in Nähräumen zunehmend verbreitet. Die Bernina 1300DC gehört zu diesen Geräten und deckt sowohl das Versäubern von Kanten als auch das Absteppen elastischer Säume ab. Dieser Beitrag betrachtet die Maschine sachlich: Wofür ist sie ausgelegt, welche Pflege verlangt sie, und welche Teile nutzen sich im Alltag ab.

Inhalt

Ausstattung und Einsatzbereich

Die 1300DC ist als Kombigerät konzipiert und lässt sich zwischen Overlock- und Coverstich-Betrieb umbauen. Im Overlock-Modus versäubert sie Schnittkanten mit mehreren Fäden und trennt überstehenden Stoff mit dem Messer sauber ab. Im Coverstich-Modus entstehen die typischen parallelen Nähte auf der Oberseite und der elastische Verbund auf der Unterseite, wie man sie von Saumabschlüssen an Shirts kennt.

Zur Ausstattung gehören eine Differenzialtransport-Funktion, mit der sich Kräuseln oder Wellen an dehnbaren Stoffen ausgleichen lässt, sowie mehrere Fadenführungen und Spannungsregler. Der Umbau zwischen den Betriebsarten erfordert einige Handgriffe, etwa das Umstellen von Nadeln und Greifern. Wer die Reihenfolge einmal verinnerlicht hat, wechselt zügig zwischen den Funktionen.

Pflege und Reinigung

Wie bei allen Overlock- und Coverstich-Maschinen sammeln sich Faserreste und Staub im Bereich der Messer und Greifer. Nach jedem größeren Projekt empfiehlt sich das Öffnen der Frontklappe und das Entfernen der Rückstände mit einem Pinsel. Druckluft aus der Dose sollte vorsichtig eingesetzt werden, da sie Flusen tiefer ins Gehäuse treiben kann.

Bewegliche Metallteile brauchen gelegentlich einen Tropfen Nähmaschinenöl an den vom Hersteller bezeichneten Punkten. Das obere Messer nutzt sich mit der Zeit ab und lässt sich austauschen; das untere Messer ist deutlich langlebiger. Nadeln zählen zu den Teilen, die regelmäßig ersetzt werden, weil stumpfe Spitzen Fehlstiche und Fadenrisse begünstigen. Eine Übersicht passender Verschleißteile für Kombi-Maschinen hilft, die richtigen Ersatzteile für den jeweiligen Betriebsmodus zu finden.

Typische Probleme und Einstellungen

Unsaubere Nähte lassen sich häufig auf eine falsche Fadenspannung oder eine falsch eingesetzte Nadel zurückführen. Beim Coverstich ist die richtige Reihenfolge beim Einfädeln entscheidend, da die Greifer- und Nadelfäden in einer bestimmten Abfolge zusammenwirken. Ein Fadenriss deutet oft auf eine zu hohe Spannung, einen Grat an der Nadel oder eine beschädigte Fadenführung hin.

Wellt sich der Stoff am Saum, hilft eine Korrektur des Differenzialtransports. Zieht sich die Naht dagegen zusammen, wird der Transport in die andere Richtung verstellt. Es lohnt sich, Einstellungen zunächst an einem Reststück des gleichen Materials zu prüfen, bevor am eigentlichen Werkstück genäht wird.

Häufige Fragen

Kann die 1300DC gleichzeitig überwendlich versäubern und coverstichen?

Nein, die Maschine arbeitet entweder im Overlock- oder im Coverstich-Modus. Zwischen beiden Betriebsarten wird umgebaut, ein gleichzeitiger Betrieb ist nicht vorgesehen.

Wie oft sollte das Obermesser gewechselt werden?

Das richtet sich nach der Nutzung. Sobald Kanten ausfransen oder das Messer den Stoff nicht mehr sauber trennt, ist ein Austausch angebracht.

Braucht die Maschine spezielle Nadeln?

Für den Coverstich werden meist andere Nadeln als für den Overlock-Betrieb verwendet. Ein Blick in die Bedienungsanleitung nennt das jeweils passende System.