Die Bernina 1100DA ist eine Overlock, die bei guter Pflege lange zuverlässig arbeitet. Wie bei allen Overlockmaschinen sammelt sich beim Beschneiden des Stoffes reichlich Faserstaub im Inneren an, der mit der Zeit zu Problemen führen kann. Diese Anleitung beschreibt die Reinigung und hilft, häufige Fehlerbilder ihren Ursachen zuzuordnen.
Inhalt
- Reinigung Schritt für Schritt
- Typische Fehlerbilder deuten
- Vorbeugen statt reparieren
- Häufige Fragen
Reinigung Schritt für Schritt
Vor der Reinigung wird der Netzstecker gezogen und die Fäden werden entnommen. Anschließend öffnet man die Greiferklappe und gegebenenfalls den seitlichen Deckel, um an die inneren Bauteile zu gelangen. Mit einem weichen Pinsel entfernt man den Faserstaub rund um die Greifer, den Transporteur, die Messer und die Stichplatte. Druckluft aus etwas Abstand löst festsitzenden Staub aus den Zwischenräumen.
Der Bereich unter der Stichplatte verdient besondere Aufmerksamkeit, da sich hier viel Staub festsetzt. Nach dem Reinigen werden die im Handbuch gekennzeichneten Ölstellen sparsam mit harzfreiem Nähmaschinenöl versorgt. Überschüssiges Öl wird abgewischt, damit es später nicht auf den Stoff gelangt. Eine kurze Probenaht zeigt, ob nach der Reinigung wieder ein sauberes Stichbild entsteht.
Typische Fehlerbilder deuten
Bildet die Naht Schlaufen oder liegt der Faden lose auf, ist meist die Fadenspannung verstellt oder die Einfädelung fehlerhaft. In diesem Fall prüft man die Einfädelreihenfolge und passt die Spannung der betroffenen Fäden schrittweise an. Fehlstiche deuten häufig auf eine verbogene oder stumpfe Nadel hin, die ausgetauscht werden sollte.
Ein unsauberer, ausgefranster Stoffschnitt weist auf ein stumpfes Obermesser hin. Wird der Stoff wellig oder gerafft, lohnt ein Blick auf die Differentialeinstellung. Wer Messer, Nadeln oder Greifer ersetzen muss, findet unter Verschleißteile die entsprechenden Komponenten. Ein rhythmisches Klopfen oder Schwergängigkeit kann auf verharztes Öl oder festsitzenden Staub in der Mechanik zurückgehen.
Vorbeugen statt reparieren
Viele Störungen lassen sich vermeiden, wenn die Maschine regelmäßig gereinigt und sparsam geölt wird. Es empfiehlt sich, den Innenraum nach jedem größeren Projekt vom Faserstaub zu befreien und die Nadeln rechtzeitig zu wechseln, bevor sie stumpf werden. Auch das richtige Garn spielt eine Rolle, denn stark fusselndes Garn erhöht die Staubbildung.
Werden Einstellungen wie Spannung, Stichlänge und Differentialtransport vor jedem Projekt an einer Stoffprobe kontrolliert, fallen Abweichungen früh auf. So bleibt das Stichbild gleichmäßig, und größere Störungen treten seltener auf. Eine dokumentierte Grundeinstellung erleichtert es außerdem, nach Experimenten schnell wieder zu einem funktionierenden Ausgangspunkt zurückzukehren.
Häufige Fragen
Warum franst der Stoffrand aus?
Meist ist das Obermesser stumpf und schneidet nicht mehr sauber; ein Austausch stellt den glatten Schnitt wieder her.
Was tun bei Fehlstichen?
Zuerst die Nadel prüfen und bei Bedarf tauschen, anschließend die Einfädelung und die Fadenspannung kontrollieren.
Wie beugt man Störungen vor?
Durch regelmäßiges Entfernen des Faserstaubs, sparsames Ölen und rechtzeitigen Wechsel von Nadeln und Messern.